Vom 10. bis 12. Mai 2013 veranstaltete Christ und Jurist eine Fachtagung zum Thema "Religionsfreiheit" in Hofgeismar (bei Kassel).

Bischof Anba Damian, der Generalbischof der Koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, berichtete eindrücklich über "Die Situation der koptischen Christen in Ägypten". Diese haben immer wieder unter Ausgrenzung und Gewalt durch Entführungen, Erpressungen und Anschlägen zu leiden. Andererseits schilderte Bischof Damian, dass die Christen in Ägypten mutiger geworden seien und die Unterdrückung von außen ein Wachstum von innen erzeuge.

Ein Mitarbeiter der Organisation "Open Doors" sprach über "Christenverfolgung weltweit, eine Bestandsaufnahme". Er berichtete über die aktuelle Situation christlicher Minderheiten in Ländern wie Nordkorea, Nigeria und Pakistan. In manchen Ländern ist die Religionsfreiheit sogar verfassungsrechtlich verankert, existiert aber nur auf dem Papier.

Dass auch in Deutschland die Religionsfreiheit ein durchaus umstrittenes Menschenrecht ist, beleuchtete Prof. Dr. Michael Germann in seinem Vortrag über das "Menschenrecht Religionsfreiheit – Aktuelle Probleme im deutschen Recht". Am Beispiel der Beschneidungsdebatte zeigte er Perspektiven auf, die verfassungsrechtlichen Anforderungen der Religionsfreiheit auch im Einzelfall dogmatisch konsequent umzusetzen.

Auf den seit über 15 Jahren stattfindenden Tagungen von "Christ und Jurist" treffen sich Christen und Juristen aus ganz Deutschland und den verschiedensten Berufsgruppen, um Gemeinschaft zu erfahren und Impulse für ihr Christsein im Berufsalltag zu erhalten. Erstmalig nahmen an der Tagung zwei Kollegen aus Österreich teil.

Mehr über die Tagung erfahren Sie in einem Radiobericht von ERF Calando.